FDP.Die Liberalen
Bassersdorf
15.06.2021

FDP Bassersdorf will weiter nach Lösungen für die Südumfahrung suchen

An ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung vom 9. Juni 2021 hat die FDP Bassersdorf nebst den ordentlichen Traktanden auch eine intensive Diskussion zur leidvollen Geschichte der Südumfahrung geführt. Während bei den taktischen Fragestellungen divergierende Ansichten geäussert wurden, besteht in der grundsätzlichen Haltung der FDP Bassersdorf ein klarer Konsens:

Die FDP setzt sich als Partei und mit ihren Behördenmitgliedern seit Jahren für die Entlastung des Dorfzentrums vom Durchgangsverkehr und damit für den Bau einer Umfahrungsstrasse ein. Dafür wollen wir auch weiter kämpfen. Wir haben uns seinerzeit auch klar für die Entwicklung des Gebietes Bahnhof Süd eingesetzt. Dies in der Erwartung, dass die erforderliche Erschliessung dieses Gebietes ein starkes Argument zugunsten der Südumfahrung gewesen wäre.

Leider hat der Regierungsrat inzwischen entschieden, die neue Baltenswilerstrasse nicht bis nach Kloten weiterzuführen. Entsprechend ist dieser neue Strassenabschnitt auch nicht in die Teilrevision 2020 des kantonalen Richtplanes eingeflossen. Im Rahmen der öffentlichen Auflage dieser Teilrevision hat der Gemeinderat von Bassersdorf sein Unverständnis für diesen Entscheid klar zum Ausdruck gebracht. In seiner Stellungnahme vom 9. März 2021 stellte er daher folgenden Antrag: "Die Variante Südumfahrung kurz für die Umlegung der Baltenswilerstrasse gemäss Korridorstudie ist ebenfalls in den kantonalen Richtplan, Teilrevision 2020, aufzunehmen." Die FDP Bassersdorf unterstützt diese klare Haltung des Gemeinderates. Die FDP Bassersdorf unterstützt auch die Absicht des Gemeinderates, im Rahmen der laufenden Richtplanrevision der Gemeinde Bassersdorf den vorgesehenen Strassenkorridor freizuhalten und damit für die Zukunft alle Optionen offen zu halten.

Die FDP Bassersdorf ist sich bewusst, dass es im bereits laufenden Prozess der Teilrevision 2020 kaum möglich sein wird, die ersehnte Südumfahrung doch noch in den kantonalen Richtplan einfliessen zu lassen. Wie der im November 2020 publizierte Bericht "Strategie Infrastruktur Kloten-Bassersdorf" des kantonalen Amtes für Verkehr klar aufgezeigt hat, ist es unseren Behörden durchaus gelungen, die übermässige Belastung von Bassersdorf durch den Durchgangsverkehr aufzuzeigen. Der Bericht zeigt denn auch klar auf, dass eine Südumfahrung für Bassersdorf deutliche Vorteile bringen würde. In der Gesamtschau gewichtet der Bericht die technischen Probleme (Grundwasser, Hochwasserschutz, etc) und vor allem den resultierenden Mehrverkehr in den Gemeinden Dietlikon und Kloten jedoch höher. Unsere Anstrengungen müssen sich daher auf die gemeinsame Lösungssuche mit den angrenzenden Gemeinden richten, um diese negativen Aspekte zu mindern und dadurch für die Südumfahrung zu einer positiven Gesamtwertung zu gelangen. Unsere Kantonsrätin Doris Meier hat bereits am 23. November 2020 in der kantonsrätlichen Debatte zum Strassenbauprogramm gefordert, "dass der Kanton weiterhin zusammen mit den betroffenen Gemeinden nach Lösungen sucht und die Südumfahrung für Bassersdorf nicht voreilig nicht mehr weiterverfolgt."

Im Zuge dieser Lösungssuche sind kreative Ansätze gesucht. So könnte zum Beispiel dem Landschaftsschutz im Gebiet Hard besser Rechnung getragen werden, wenn mit dem Aushubmaterial aus dem Brüttenertunnel eine Eindolung der Strasse realisiert würde. Ein analoges Vorgehen wird ja von der SBB bereits für das Tunnelportalgebiet im Raum Bächli im Projekt MehrSpur vorgeschlagen. Aber auch für die Bewohner im Gebiet Spranglen-Richterwies müssen aus unserer Sicht taugliche Lösungen gesucht werden, um dieses beliebte Wohnquartier vom zusätzlichen Lärm durch die Südumfahrung bestmöglich zu schützen.

Bassersdorf, 15.6.2021